03.04.2025
Die EKBO erinnert mit vielfältigem Programm an den Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer
Am 9. April 2025 jährt sich die Ermordung Dietrich Bonhoeffers durch das nationalsozialistische Regime zum 80. Mal. Mit einem vielfältigen Programm erinnert die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) an den Theologen und Widerstandskämpfer, dessen Vermächtnis weltweit bis heute nachwirkt.
Am Sonntag, den 6. April 2025 predigt Bischof Stäblein in zwei Gedenkgottesdiensten.
Der erste findet um 10.30 Uhr in der Bischofskirche St. Marien statt und greift Bonhoeffers Wirken auf. Die Liturgie gestaltet Pfarrer Michael Kösling.
Der zweite findet am Abend um 18.00 Uhr in der St. Matthäus-Kirche statt. Neben Bischof Stäblein wirken hier u. a. Pfarrer Hannes Langbein, Direktor der Stiftung St. Matthäus, Pfarrerin Marion Gardei, Erinnerungsbeauftragte der EKBO, sowie Pfarrer i.R. Gottfried Brezger, Vorstandsvorsitzender der Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoeffer-Haus e.V., mit.
Über die Gottesdienste hinaus würdigt die EKBO in verschiedenen Veranstaltungen Dietrich Bonhoeffer.
Dazu gehört der prominent besetzte Leseabend Sind wir noch brauchbar? am Mittwoch, den 9. April 2025 um 19.00 Uhr in der St. Matthäus-Kirche. Pröpstin Dr. Christina-Maria Bammel, Schauspielerin Margarita Broich, Dr. Dr. h.c. Markus Dröge, Schauspieler Thomas Thieme und andere tragen Texte des Theologen vor.
Bischof Christian Stäblein: „Dietrich Bonhoeffer bleibt für uns Vorbild und Leitfigur – für Mut und Entschiedenheit, aus Glauben und theologischer Überzeugung heraus das Gebotene zu tun. Sein Denken und Handeln ist für Generationen und bis heute wegweisend. Seine theologische Tiefe eröffnet Zukunft, sein gelebter Widerstand mahnt uns gegen Unrecht aufzustehen, seine poetischen Texte und Lieder berühren unsere Herzen. Als EKBO sind wir aufgerufen, sein Erbe nicht nur zu bewahren, sondern es in unserer Zeit mit Leben zu füllen – durch mutiges Handeln und gelebte Verantwortung.“
Pfarrerin Marion Gardei, Erinnerungsbeauftragte der EKBO, betont: „Jede Generation soll neu danach fragen dürfen, wer Dietrich Bonhoeffer war und was er für sie bedeutet. Damit Bonhoeffer aber nicht für Zwecke missbraucht wird, die seinem Denken und Glauben widersprechen, will unsere Kirche helfen, ein wissenschaftlich fundiertes und historisch reflektiertes Bild von ihm zu vermitteln.“
Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 in Breslau geboren und am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet. Sein theologisches Werk und sein christlich motivierter Widerstand gegen das NS-Regime machen ihn zu einer der glaubwürdigsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
Auswahl an Veranstaltungen und Gottesdiensten der EKBO zum Bonhoeffer-Gedenktag
(Pressemitteilung EKBO)