03.04.2025
Rund um den 80. Jahrestag der Ermordung von Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) wird in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz an den Theologen und NS-Widerstandskämpfer erinnert. Geplant sind mehrere Veranstaltungen, unter anderem zwei Gedenkgottesdienste mit Bischof Christian Stäblein am Sonntag, wie die evangelische Landeskirche am Dienstag in Berlin mitteilte.
Bonhoeffer war prominenter Vertreter der in der NS-Zeit oppositionellen Bekennenden Kirche und gehörte dem deutschen Widerstand an. Am 9. April 1945 wurde er auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers im KZ Flossenbürg (Bayern) hingerichtet.
Stäblein betonte, Bonhoeffer bleibe ein Vorbild und eine Leitfigur für Mut und Entschiedenheit: „Sein Denken und Handeln ist für Generationen und bis heute wegweisend.“ Sein gelebter Widerstand mahne, gegen Unrecht aufzustehen. Die Landeskirche sei aufgerufen, „sein Erbe nicht nur zu bewahren, sondern es in unserer Zeit mit Leben zu füllen - durch mutiges Handeln und gelebte Verantwortung“.
Bischof Stäblein predigt am Sonntagvormittag (10.30 Uhr) in der St. Marien-Kirche und am Abend (18 Uhr) in der St. Matthäus-Kirche. Am 9. April, dem 80. Todestag, werden bei einem Leseabend in der St. Matthäus-Kirche Passagen aus Bonhoeffers Schriften vorgetragen. Vorleser sind unter anderem Pröpstin Christina-Maria Bammel, Schauspielerin Margarita Broich, Altbischof Markus Dröge und Schauspieler Thomas Thieme. Bonhoeffer war den Angaben zufolge 1931 in der St. Matthäus-Kirche am heutigen Kulturforum als Pfarrer ordiniert worden.